
Sehnde Kushin Iaido Ken-Jutsu Gruppe des Aiki-Dojo Sehnde bei Kyu-Prüfung erfolgreich!
Am 30. Mai 2026 trafen sich 16 Schüler des Kyushin Iaido Ken-Jutsu, um sich auf die nächsthöhere Graduierung prüfen zu lassen. Unter ihnen die Iaidokas aus dem Aiki-Dojo Sehnde, Angelika Härke, Karsten Lüssenhop, Philipp Pressel und Kai Schwierz. Natürlich ließen es sich die beiden Trainer (Sensei) der Gruppe nicht nehmen, ihre Schüler, wenn auch nur moralisch vom Mattenrand, zu unterstützen.
Schon während der Aufwärmphase steht die erste Überraschung des Workshops an. Aus den Reihen der Prüflinge wurden Iaidokas nach vorn gerufen, um das Aufwärmen zu übernehmen. Da gab es die ersten erstaunten Gesichter.
Mit dem Beginn der technischen Überprüfung wurden immer wieder Prüflinge nach vorn gerufen, um die Gruppe anzuleiten. Hier waren es die Iaidokas zur Prüfung Shinsuru (Braungurt) und Okunau (1.Dan Schwarzgurt), die gefordert und genauestens beobachtet wurden.
Aber auch für die Gruppe Shiren I und Shiren II (Gelb bzw. Grüngurt) war es mit den Überraschungen noch nicht vorbei. Mit dem Bokken (Holzschwert, vom Gewicht und der Länge dem Katana ((Samuraischwert)) ähnlich) wurden die Grundschul-Kata (vorgegebene Schnitt- und Blocktechniken gegen einen imaginären Gegner) abgefordert. Aus der Bewegung! Um im Anschluss in der Embu (Partnerübung) die Kata mit Kontakt zu einem echten Gegenüber zu zeigen. Hier sind dann Reaktionsfähigkeit, Einhaltung des korrekten Abstandes und Umsicht gefragt. Niemand möchte von einem Bokken getroffen werden, aber für den korrekten Abstand ist es nötig, treffen zu wollen! Deshalb wird hier mit gebremstem Elan gearbeitet, um dem Partner immer die Möglichkeit des Ausweichens zu geben. Und herum die Waffe stoppen zu können, wenn der Partner mal nicht anders ausweicht!
Nach zwei Stunden (jetzt sollte die Prüfung beendet sein) konzentriertem Arbeiten wurde von Holz zu Metall gewechselt, sprich das Iaito (stumpfe Version eines Katana) kam zum Einsatz. Hiermit wurden die letzten beiden Grundschul-Kata von den Prüflingen demonstriert. Beim Gebrauch des Iaito werden schnell die Schwächen sichtbar in Bezug auf exakte Zugbewegung, saubere Schnitte und dem Shiburi, dem Zurückführen der Waffe in die Saya (Schwertscheide).
Dann war für Shiren I und Shiren II die Prüfung beendet und Shinsuru und Okunau durften eine gehobene Zug-Kata laufen und den Ablauf detailliert erklären. Zum Schluss steht noch ein Freikampf mit vorgegebenem Angriff für den 1.Dan auf dem Programm, gegen drei! Angreifer. Das war dann die letzte Überraschung der Prüfung!
Nach knapp 2 ¾ Stunden Prüfungsworkshop konnten alle Prüflinge glücklich ihrer Urkunde entgegennehmen. Es war eine überaus anspruchsvolle Prüfung, es wurden Dinge abgefordert, die für diese Stufen teilweise noch nicht relevant waren. Aber hier kam von den Prüfern das Lob an die Iaidokas, das sie das geforderte sehr schnell umgesetzt haben und sich nicht davor scheut, auch mal ungewohntes Gelände zu betreten.
Herzlichen Glückwunsch an Angelika Härke, Karsten Lüssenhop, Philipp Pressel, Kai Schwierz von den Sensei zur Graduierung Shiren II.
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